Lisbon walk
- 📍 Ort: Parque das Nações, Lissabon, Portugal
- 📅 Datum: 2019
Die Uferpromenade am Tejo im Parque das Nações, darüber die Seilbahn, drei Menschen, die sich von der Kamera entfernen, und am fernen Ende die Vasco-da-Gama-Brücke, die sich im Dunst auflöst. Die Perspektive sitzt exakt in der Mitte und zieht sich durch die ganze Tiefe des Bildes.
Alles läuft hier zusammen: die Bohlen der Promenade, das weiße Geländer, die Reihe der Seilbahnmasten, das gegenüberliegende Ufer. Ich habe den Horizont hoch gesetzt, damit der Steg den größten Teil des Bildes einnimmt, denn das Thema ist die Entfernung, nicht die Aussicht.
Das Licht ist kräftig und leicht verschleiert, was im Monochromen die Ebenen allein über Tonwerte trennt: das Geländer ist weiß, die Gehenden sind dunkel, die Brücke kaum mehr als eine graue Linie. Dunst gilt oft als Makel; an einem so breiten Mündungsarm ist er das Einzige, was Tiefe schenkt.
Dieses Viertel entstand zur Weltausstellung 1998 auf dem Gelände einer ehemaligen Industriebrache, und die Brücke am Bildende ist siebzehn Kilometer lang. Beides sind Gesten jener Art, die ein kleines Land macht, wenn es beschließt, den Blick nach außen zu richten.
Ich wollte ein Foto über das Gehen auf etwas zu, das zu weit entfernt ist, um es zu erreichen – an einem Morgen, an dem die Luft das wörtlich machte.
Limitierte Fine-Art-Edition aus der Skywaven Studios Kollektion, erhältlich in verschiedenen Größen, Papieren und Rahmungsoptionen.








